
Der 42. Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen im Rudern fand vom 2. bis 4. Juli 2010 auf dem Otto-Maigler-See in Hürth statt. 436 Boote und 1009 Aktive hatten sich in den Landeswettbewerben die Teilnahme erkämpft und erlebten mit ihren 238 Betreuer spannende Wettkämpfe. Über die Platzierungen beim Landesentscheid Rheinland-Pfalz qualifiziert waren von der Rudergesellschaft Speyer im Mädchen-Einer, Jahrgang 1996, Luca Pischem und im Jungen-Doppelzweier (96/97) Elias Dreismickenbecker und Janis Wagner.
Zunächst musste der Ruderernachwuchs sich über die 3000 Meter-Langstrecke beweisen, wobei nach 1000 Metern eine Wende anstand. Anhand der Ergebnisse wurden dann die Finalläufe für die Bundesregatta über die 1000-Meter-Distanz gesetzt. Sowohl im Einer als auch im Doppelzweier standen dreiundzwanzig Boote in der Startliste. Noch bevor es an den Start über die Langstrecke ging, musste sich Luca Pischem aufgrund einer Rücken-verletzung beim Regattaarzt vorstellen. Das Unglück nahm seinen Lauf, der Arzt sprach die Empfehlung aus, Luca Pischem aus dem Rennen zu nehmen. Damit mussten die Speyerer die erste Hoffnung begraben. Davon unbeeinflusst gingen Elias Dreismickenbe-cker und Janis Wagner voll konzentriert in ihr Doppelzweier-Rennen und zeigten eine tolle kämpferische Leistung. Nach 11:51 Minuten stoppte die Uhr und hatten die Teilnahme am Großen Finale sicher. Nur der Möllner RC in 11:46 Minuten und die Hürther RG in 11:48 Minuten konnten die Leistung der beiden Domstädter toppen. In einem weit auseinander-gezogenen Feld, zwischen Sieger und Letztem lagen 3:19 Minuten, kamen die sechs Zeitschnellsten innerhalb von 24 Sekunden ins Ziel, das versprach schon ein spannendes A-Finale über die 1000-Meter-Marke.
Erfreulich aus Speyerer Sicht war, dass vor den Endläufen über die 1000-Meter-Strecke vom Regattaarzt grünes Licht für die Teilnahme von Luca Pischem gegeben wurde. Sie durfte im D-Finale an den Start gehen und belegte in diesem Lauf in einem weit auseinan-der gezogenen Feld den zweiten Platz.
Das i-Tüpfelchen lieferten nach einem harten Kampf um Gold, Silber und Bronze Janis Wagner und Elias Dreismickenbecker, die mit der Qualifikation für das A-Finale ihr Ziel schon erreicht hatten, ab. Hinter der Ruderjugend Schleswig Holstein/Möllner RC mit Ma-rio Stobbe und Arved Klaus Altena und der Ruderjugend Bayern/RC Karlstadt mit Johan-nes Rauh und Karl Schoppmann belegten sie Rang drei. Die drei erstplatzierten Boote überfuhren innerhalb einer halben Bootslänge die Ziellinie. „Dass wir jetzt auch noch den Bronzeplatz mit nach Hause nehmen dürfen ist toll“, waren die beiden Domstädter und Betreuerin Inga Bergström vollauf zufrieden.
erstellt von: Dr. Harald Schwager
am: 04/07/10