Internationale Ruderregatta in Hamburg am 5./6. Juni

Rennruderer bestehen letzten Test in Hamburg

von Dr. Harald Schwager

Am Wochenende (5./6. Juni) fand auf der neuen Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe im Wasserpark Dove-Elbe die 2. Internationalen Junioren-Regatta und 520. Hamburger Regatta statt. Die größte Junioren-Regatta in Deutschland beeindruckte mit Zahlen: Mehr als  2.500 Teilnehmer in rund 1.150 Booten kämpften in 260 Rennen um die Plätze. Insbesondere sportlich war die Regatta sehr hoch einzustufen und galt als wichtigste Generalprobe für die Deutschen Junioren-Meisterschaften Ende Juni in Essen. Am Start waren nicht nur die 15- bis 18-jährigen bundesdeutschen Nachwuchsspitzenathleten sondern auch Ruderer aus verschiedenen Nationen, unter anderem  Tschechien, Dänemark, Brasilien oder Aserbeidschan.

Nach den guten Leistungen im Junior-B-Doppelzweier (15/16 Jahre) in Köln wollten sich Paul Schwager und Maximilian Prka vom GTRV Neuwied in Hamburg das Ticket für die Deutschen Jugendmeisterschaften lösen. Mit 33 Booten am Start galt es zunächst sich über die 1500-Meter-Distanz für einen der ersten gesetzten Läufe zu qualifizieren. Paul Schwager und Maximilian Prka erwischten einen guten Start und hielten sich mit an der Spitze des von der Renngemeinschaft RG Lahnstein/Mainzer RV angeführten Feldes. Auf der zweiten Streckenhälfte war klar, dass das führende Boot nicht einzuholen war und die drittplatzierten Ruderer aus Halle nicht mehr herankommen würden. Doch Paul Schwager und Maximilian Prka kämpften auch um eine gute Zeit, da neben den Siegern der Läufe des ersten Regattatages sich auch die zeitschnellsten zweiten Boote für das A-Finale qualifizieren können. Die Uhr blieb bei 5:06,37 Minuten stehen, das reichte für das neuformierte Duo, um am zweiten Regattatag im Lauf der sechs besten Doppelzweier an den Start gehen zu dürfen. Hier siegte dann erneut ganz souverän das zweite rheinlandpfälzische Boot RG Lahnstein/Mainzer RV mit Marcel Hilgers und Moritz Moos an Bord. Für die Renngemeinschaft RG Speyer/GTRV Neuwied gab es vor dem Passauer RV den fünften Platz. „Wenn wir in den nächsten drei Wochen hart arbeiten und die Technik weiter optimieren, können wir bei den Deutschen Jugendmeisterschaften sicher positiv überraschen, womit auch die Frage nach der Teilnahme beantwortet ist“, waren sich die Trainer Harald Punt und Jonas Köhlinger aus Neuwied einig.  

Bei den Junioren A (17/18 Jahre) stand im Zweier ohne Steuermann ein hartes Programm auf der Tagesordnung, denn es galt die Rangliste der besten Ruderer auszufahren. Mit dabei das Boot der RG Speyer mit Tim Lauer und Lars Bergström. Mit Vor- und Zwischenlauf erkämpften sich die beiden Domstädter einen Platz im C-Finale und zeigten, dass sie dicht an der Spitze dran sind und zu den für die Großbootbildung in Frage kommenden Ruderern zählen. „Lars Bergström und Tim Lauer haben sich gegenüber der ersten Rangliste, die in der Vorsaison in Brandenburg ausgefahren wurde, weiter verbessert und zeigen noch stabilere Leistungen. Leider hat uns mehrmaliger Wellenschlag, der nur unser Boot traf das C-Finale vermasselt und es gab nur Platz sechs“, sagte Trainer Harald Punt. Im Rennen der Königsklasse dem Junior-A-Achter gab es ein weiteres ganz hartes Rennen, das vierte über die 2000-Meter-Distanz. Ein blitzsauberes Rennen mit einem Start-Ziel-Sieg lieferte der Nord-Achter ab, dahinter gab es ein ganz enges Feld mit ständig wechselnden Platzierungen. Die Renngemeinschaft RG Speyer/Offenbacher RG/ Schweinfurter RC/Hanauer RG/Ulmer RC/RC Nürtingen mit Lars Bergström und Tim Lauer war immer am zweiten Platz dran, musste aber letztlich noch zwei Achter ziehen lassen und belegte mit nur zwei Sekunden Rückstand den undankbaren vierten Platz. „Auf dem Weg nach Essen werden wir uns jetzt auf den Achter konzentrieren“, waren sich Ruderer und Trainer einig. 

Ausgabe: 
24
Jahr: 
2010