von Dr. Harald Schwager
Unsere Rennruderer mussten sich bei der Oberrheinischen Früh-Regatta im Mannheimer Mühlauhafen am Wochenende (24.25. April) mit einer Riesenkonkurrenz auseinandersetzen. Insgesamt nutzen sage und schreibe 144 Vereine mit 1292 gemeldeten Booten die traditionsreiche Regatta zur ersten Standortbestimmung der gerade anlaufenden Rennrudersaison 2010. „Mit drei Siegen, fünf zweiten und drei dritten Plätzen können wir zum Saisonauftakt zufrieden sein, unsere Athleten haben die erwartete Leistung abrufen können“, zeigte sich Trainer Peter Roland Gärtner zufrieden. Drei vierte und zwei fünfte Plätze komplettierten das Bild.
Für die Jungen und Mädchen um Trainer Peter Roland Gärtner ging es über die 1000-Meter-Distanz. Im Mädchen-Einer, 14 Jahre, zeigte Julia Pischem eine starke Leistung und wurde im ersten Lauf im Sechs-Boote-Feld mit einer Länge Rückstand auf Carolin Wuerich vom Marbacher RV zweites Boot. Im zweiten Rennen erneut in vollem Feld musste sich Luca Pischem nach guter kämpferischer Leistung Tina Christmann vom Mühlheimer RV geschlagen geben und wurde wieder Zweite.
Direkt an seine Vorjahreserfolge anknüpfen konnte Elias Dreismickenbecker. Im Jungen-Einer, 14 Jahre, setzte er die Vorgaben von Trainer Peter Roland Gärtner exakt um und setzte sich nach etwa 300 Meter an die Spitze des Fünf-Boote-Feldes und siegte ganz souverän mit großem Vorsprung von mehr als drei Längen auf den Regensburger RV und ruderte mit 4:10,36 auch Bestzeit aller Starter. Auch im Jungen-Doppelzweier, 14 Jahre, mit Janis Wagner und Elias Dreismickenbecker gab es kein Vorbeikommen am Speyerer Boot, nur die Frankfurter RG Germania konnte einigermaßen mithalten, lag aber im Ziel auch mehr als zwei Längen zurück.
Bei den Junioren B, 15/16 Jahre, ging Paul Schwager im Einer in der Leistungsklasse I an den Start über die 1500-Meter-Distanz. Im engen Sechs-Boote-Feld kam er knapp hinter Felix Meyer vom Tübinger RV in 5:50,52 Minuten auf den undankbaren vierten Platz. Im zweiten Lauf gab es dann Platz drei hinter dem Heidelberger RK und dem Lauffener RC Neckar. In der Leistungsklasse III griff der von den Jungen zu den Junioren-B aufgestiegene Martin Faber im Einer ins Renngeschehen ein und wurde gleich drittes Boot hinter dem RV Kurhessen-Cassel und dem Landshuter RV. Weiter verbessert und mit Biss in den zweiten Lauf gegangen konnte sich Martin Faber den zweiten Platz im Fünf-Boote-Feld erkämpfen. Im Leichtgewichts-Einer, Junioren B I, siegte Moritz Moos vom Mainzer RV, für Sebastian Sellinger ertönte die Zielglocke als Fünfter, eine Länge vor Niklas Schink aus Mainz. Daniel Ronge holte sich im Leichtgewichts-Junior-Einer B II, im Sechs-Boote-Feld den vierten Platz.
Regattanovizin Julia Hoffmann zeigte bei den Juniorinnen A, 17/18 Jahre, was sie in ihrer noch jungen Rennrudererkarriere bei Trainer Harald Punt schon gelernt hat. In ihrem ersten Rennen kam sie technisch sauber rudernd mit einem rechtzeitig angezogenen Endspurt noch an Maya Schütze, RV Saarbrücken vorbei und an Diana Finke vom RV Treviris Trier heran auf Rang vier. Mit der Sicherheit des ersten Rennens im Kopf gelang Julia Hoffmann fast ein Husarenstreich und der erste Sieg im zweiten Rennen, nach frühem Rückstand von zwei Längen kämpfte sie sich ans Feld heran und in Führung, um dann mit der Vortagessiegerin Mirjam Schöckle, RV Esslingen, auf der zweiten Streckenhälfte um den Sieg zu ringen. Am Ende blieb der wohlverdiente, sehr zufriedenstellende Silberrang.
Im Leichtgewichts-Doppelzweier Junioren B schickte Peter Gärtner Daniel Ronge und Tobias Kliesch ins Rennen. Im ersten gemeinsamen Rennen kamen die beiden Speyerer hinter dem Regensburger RK auf Platz fünf ins Ziel. Das Duo Sebastian Sellinger und Tobias Kliesch schaffte ebenfalls im Leichtgewichts-Doppelzweier Junioren B hinter der Renngemeinschaft ARC Würzburg/RC Aschaffenburg und dem RV Kurhessen Kassel den dritten Rang.
Das spannendste Rennen boten eindeutig Paul Schwager und Martin Faber im Junior-B-Doppelzweier. Die beiden Skuller vom GTRV Neuwied konnten sich auf den ersten 1000-Meter zunächst absetzen, sahen dann aber auf den letzten 250-Metern das Speyerer Duo heranfliegen. Im Ziel dann ein Ton der Siegglocke für die beiden Führenden, leider hatten die Speyerer mit einer Zehntel-Sekunde Rückstand Pech und wurden letztlich Zweite. Nach dieser Erfahrung wollten die beiden Domstädter im zweiten Rennen unbedingt den Sieg und schafften das auch. Das Duo setzte sich schon mit den zwanzig Startschlägen mit eineinhalb Längen vor das Feld, hielten diesen Vorsprung bis zum Endspurt, um dann eine weitere Länge auf den zweitplatzierten Regensburger RV herauszurudern.
Martin