Regatta in Brandenburg - Martin und Jochen Kühner Deutscher Meister

von Dr. Harald Schwager

Herzlichen Glückwunsch an

 

Martin und Jochen Kühner

 

Deutscher Meister im Leichtgewichts-Zweier-ohne Männer A

 

Alles „Zweier ohne“ oder was?

 

SM 2- A LG - Martin und Jochen Kühner wieder Deutscher Meister

JM 2- A - Tim Lauer und Lars Bergström, 3. im C-Finale

SM 2- A - Maximilian Bandel mit Ivan Saric, 4. im C-Finale

 

Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften und dem Juniorentest des Deutschen Ruderverbandes in Brandenburg an der Havel wurde auch der Kampf um die Rollsitze in den Nationalmannschaftsbooten endgültig eröffnet. Neben Maximilian Bandel und den Zwillingen Jochen und Martin Kühner, alle drei für den RV Saarbrücken startend, in der höchsten Männerklasse griffen auch die Junioren A (17/18 Jahre) der Rudergesellschaft Speyer Tim Lauer und Lars Bergström in die Riemen.

Nach dem harten Training in den Wintermonaten waren die Ruderer nun auf der olympischen 2000-Meter Distanz gefordert. Im Männer-Zweier-ohne Steuermann A, bei 37 startenden Booten, ging Maximilian Bandel zusammen mit Ivan Saric von der Frankfurter RG Germania als Erster auf die Strecke. Bei widrigen Bedingungen gelang ein guter zweiter Platz im Vorlauf, der den Einzug ins Viertelfinale bescherte. In einem engen Feld sicherten sich die beiden dann mit Platz vier den Einzug ins C-Finale. Vom Start weg lag die Lübecker RG vorn, das Duo Bandel/Saric kämpfte in Mittelfeld um Rang drei, bei ständig wechselnden Positionen, hatten die beiden am Ende mit nur sieben Hundertstel Sekunden das Nachsehen und wurden viertes Boot.

Im Leichtgewichts-Männer-Zweier-ohne Steuermann A wollten Martin und Jochen Kühner in jedem Fall, nach dem Vorjahressieg, aufs Podest. Mit einem Vorlaufsieg, bei 23 startenden Booten, erfolgte der erste Schritt und Sprung ins Halbfinale souverän. Der Schritt ins Finale gelang mit einem zweiten Platz hinter ihren Vierer-Partnern Jost und Matthias Schömann-Finck, ebenfalls RV Saarbrücken, aus dem Weltmeistervierer des vergangenen Jahres. Im Großen Finale drehten die beiden Berghäuser den Spieß um, siegten mit eineinhalb Sekunden Vorsprung auf die Schömann-Finck-Brüder und mit mehr als fünf Sekunden vor der Renngemeinschaft RC Allemania/Hamburger und Germania RC und holten sich nach 2009 wieder die Deutsche Meisterschaft. Ganz begeistert „vom Rudern auf höchstem Niveau“, zeigte sich Harald Punt, der den überglücklichen Brüdern Martin und Jochen Kühner ganz persönlich aber auch im Namen der RG Speyer, hier hatten die Beiden bekanntermaßen ihr ruderisches Handwerkszeug erlernt, gratulierte.

Beim Juniorentest vertraten Tim Lauer und Lars Bergström im Junioren-Zweier-ohne-Steuermann A die Domstadtfarben. Bei insgesamt 41 Booten am Start war klar, dass im Vorlauf nur die Plätze eins bis drei unter die besten 18 Boote führen würde. Dies gelang mit Rang drei dann auch, damit war der „cut“, der Einzug in den Zwischenlauf der Top18 geschafft. Hier erruderten sich Tim Lauer und Lars Bergström, auf der windanfälligsten Bahn eins, dann die Startberechtigung fürs C-Finale. Leider mussten die beiden wieder auf Bahn eins ins Rennen gehen, doch sie waren von Trainer Harald Punt prima eingestellt und mental gut vorbereitet. Schnell setzte sich hier der Marburger RV auf Bahn fünf rudernd ab, während Tim Lauer und Lars Bergström bis  zur 500-Meter-Marke noch auf Platz fünf ruderten. Das Speyerer Duo kämpfte sich technisch sehr gut harmonierend heran und fuhr auf der zweiten Streckenhälfte auf Platz zwei vor, musste diesen dann aber auf den letzten 500-Metern an die Renngemeinschaft RC Aschaffenburg/RV Steinmühle Marburg abgeben und wurde drittes Boot. „Wir können zufrieden sein, von den 41 besten Zweier-ohne-Besatzungen Deutschlands auf Platz fünfzehn gefahren zu sein, und unter den ersten 18 gleich sechs Boote aus dem Süden Deutschlands zu haben, gibt uns alle Möglichkeiten der Großbootbildung in den nächsten Wochen“, fasste Harald Punt den wichtigsten Saisontest der Junioren A zusammen. Am kommenden Wochenende findet in Breisach das nächste Trainingslager für das Südteam statt, „daraus werden sich weitere Erkenntnisse für die Mannschaftsbildung ergeben“, so Harald Punt.

Ausgabe: 
15
Jahr: 
2010