Rudertechnik

Anleitung zur Ruderausbildung von Volker Grabow ( Universität Dortmund) 

A ) Bewegungsbeschreibung des Skullens.

Handführung beim Skullen:
Das ist ja alles schön und gut, wäre da nicht das Überkreuzen der Hände beim Durchzug und in der Freilaufphase.
Um Probleme mit unterschiedlichen Handführungen in Mannschaftsbooten zu vermeiden hat der Deutsche Ruderverband verbindlich festgelegt:

Sowohl im Durchzug als auch in der Freilaufphase befindet sich die rechte Hand immer näher am Körper. Sie sollte darüber hinaus etwas tiefer als die linke geführt werden.

Handhaltung beim Skullen: 

Handhaltung beim Durchzug Handhaltung in der Freilaufphase

 

Ein Ruderschlag besteht aus zwei Phasen:

  • Durchzug: die Blätter werden aufgedreht im Wasser "verankert" und das Boot wird daran vorbeigezogen.
  • Freilauf: die Blätter werden abgedreht durch die Luft oder - bei Anfängern - über das Wasser schleifend in die Auslage geführt. 

 

und weiter geht´s

1. Auslage

2. Anriss

Die Unterschenkel stehen senkrecht bzw. nahezu senkrecht:

  • Der Oberkörper berührt die Oberschenkel
  • Die Arme sind locker, gestreckt
  • Die Schultern sind nach vorn gestreckt
  • Die Blätter sind senkrecht aufgedreht

Wasserfassen und erster Teil des Durchzugs durch

  • Heben der Hände
  • Schultereinsatz
  • Beinstreckung
  • Hüftstzreckung

3. Vorderzug

4.Mittelzug (Orthogonalstellung)

   

Der Vorderzug geschieht duch kontinuierliches und gleichzeitiges:

  • Strecken der Beine
  • Oberkörperrückschwung

Beinstreckung und Oberkörperrückschwung gehen kontinuierlich weiter.

Der Oberkörper bleibt leicht gebeugt und ist in dieser Phase annähernd senkrecht.

5. Beginn Endzug

6. Rücklage

 

Die Beugung der Arme beginnt, wenn die Hände die Knie passieren.

Die Beine sind in dieser Phase noch nicht vollständig durchgedrückt.

Der Endzug erfolgt durch Arm-, Schulter-und Oberkörpereinsatz bei gleichzeitiger

  • Streckung der Beine
    (Oberkörper ca.30 ° bugwärts geneigt).

7. Rücklage (senkrechtes Ausheben)

8. Rücklage (Abdrehen)

   

Durch Absenken der Hände werden die Blätter senkrecht aus dem Wasser gehoben

Nach dem Ausheben der Blätter werden diese abgedreht (flach gestellt).

Dies geschieht durch Beugung des Handgelenks und öffnen der Hand ( -> Luft an den Handteller )

9. Freilauf (Orthogonalstellung)

10. Freilauf (Aufdrehen der Blätter)

Bis zur Orthogonalstellung werden Hände und Oberkörper zügig aber nicht ruckartig zurückgeführt (Hände über den Knien, Oberkörper etwa senkrecht und leicht gebeugt).

Wenn die Hände die Knie passiert haben, beginnt das ruhige und gleichmäßige Vorrollen in die Auslage. Wenn die Hände die Fußspitzen passieren werden die Blätter aufgedreht.

 

B ) Bewegungsbeschreibung des Riemenruderns

                  wird noch bearbeitet