Im Männer-Doppelzweier A gingen Christopher Scholze und Peter Faber ins Rennen um die Deutsche Sprintmeisterschaft und erkämpften sich via Vorlauf, insgesamt waren 15 Boote am Start, und Halbfinale, das die beiden in der Bestzeit von 1:00,64 Minuten aller Boote beendeten, den begehrten Finalplatz. Ein spannendes, die Zuschauer begeisterndes Finale, bei dem alle sechs Boote innerhalb von nur 1,5 Sekunden die Ziellinie überruderten, brachte die erste Medaille in Speyerer Hand. Nur um drei Zehntel von Darg Ingber und Florian Maaß vom Wilhelmshavener Ruderclub von 1909 geschlagen freuten sich Christopher Scholze und Peter Faber über Silber, das sie mit sieben Hundertstel vor Martin Kraft und Jörg Herzog vom Flörsheimer Ruderverein 08 verteidigten. Der Deutsche Vizetitel im Männer-Doppelzweier A ist besonders hoch zu bewerten, da Peter Faber zum einen schon bei den Masters B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre) startberechtigt ist und noch im Sommer aufgrund einer Verletzung um die Teilnahme bangte.
Einen sensationellen Doppelschlag landeten Felix Gard, David Gärtner, Lars Bergström, Tim Lauer und ihre Steuerfrau Luca Pischem. Zunächst ging das Quartett im Junioren-Doppelvierer B (15/16 Jahre) an den Start. Im Großen Finale distanzierten sie mit ihrer Siegzeit von 1:03,77 Minuten den zweitplatzierten Vierer vom Essener Ruder-Regattaverein mit Dominik Drüke, Matthias Hardtmann, Laurenz Schenk-Schlautmann, Timo Piontek und Steuerfrau Kira Klezka um vier Zehntel Sekunden. Der Osnabrücker Ruder-Verein als drittes Boot lag gar eineinhalb Sekunden hinter den Speyerern. Neben dem Doppelvierer hatte Trainer Harald Punt seine Jungs natürlich auch in ihrer Paradedisziplin dem Riemen-Vierer gemeldet. Perfekt gesteuert von Luca Pischem ließen sie, nach dem dritten Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, nun den zweiten Titel bei den Sprintmeisterschaften folgen. Nach 1:11,91 Minuten erklang die Zielglocke zum Sieg, mit genau zwei Sekunden geschlagen folgte der Ruderverein 'Weser' von 1885 mit Lars Adomat, Frederik-Maximilian Klein, Eike Brockmann, Till Garbe und Steuermann Thore Wessel, gefolgt vom Regattaverband Ems-Jade-Weser/Team Nord-West. „Eine Doppelmeisterschaft zunächst im Skull (Anmerkung d. Red.: hier führt der Ruderer zwei Ruderblätter) und dann im Riemenbereich (Anmerkung d. Red.: hier führt der Ruderer ein Ruderblatt) hat es noch nicht gegeben, dass uns dies gelungen ist zeigt das ganze Potential unserer jungen Ruderer“, zeigte sich Trainer Harald Punt überglücklich.
Eingebettet in die Sprintmeisterschaften startete Inga Bergström über die 350-Meter-Distanz im Mädchen-Einer (14 Jahre) bei der Werratalsee-Regatta, quasi zum Schnuppern für das kommende Jahr, denn Titel für Sprintmeister werden erst ab der Klasse der Junioren B (15/16 Jahre) vergeben. Wie gewohnt zeigte die amtierende Bundessiegerin ihr ganzes Können, den Gegnerinnen half auch nicht sich vermeintlich gut auf Inga Bergström eingestellt zu haben: Mehr als zehn (!) Sekunden ruderte die Speyrerin auf der kurzen Strecke auf die zweitschnellste Charlotte Pelz von der Kettwiger RG Essen heraus, die folgenden Boote lagen weitere Sekunden zurück und waren komplett chancenlos.


2008 regatta in münchen mit lauer-gard-bergström-gärtner