2009- Südwestdeutsche Meisterschaften - Ergebnisse

 

Acht Südwestdeutsche Titel und sieben Siege bei Nahe-Regatta
 

von Dr. Harald Schwager

Bei Südwestdeutschen Meisterschaften durften sich unsere Rennruderinnen und Rennruderer über acht Südwestdeutsche Meisterschaften und Landestitel sowie zwei Vizetitel und zwei dritte Ränge freuen. Daneben gab es bei der in die Titelkämpfe eingebetteten Naheregatta Anlass sieben Siege, einen zweiten und zwei dritte Plätze zu beklatschen. Alle Rennen des ersten Regattatages wurden auf dem Stausee Niederhausen bei Bad Kreuznach über die 1000-Meter-Distanz ausgetragen, am Sonntag ging es dann über die Sprintdistanz von 500 Metern.
Im Jungen-Einer (13 Jahre) trafen in einem extrem spannenden Finale die beiden Speyerer Janis Wagner und Elias Dreismickenbecker direkt aufeinander. Bis zur 900 Meter-Marke den Sieg schon vor Augen führte Collim Mader vom RV Treviris, nur bedrängt vom zweitplatzierten Janis Wagner. Doch dann setzte der zurückliegende Elias Dreismickenbecker zu einem fulminanten, langen Endspurt an, überspurtete zuerst seinen Vereinskameraden und dann noch mit einer halben Länge das führende Boot zum ersten Südwesttitel. Sebastian Sellinger im Jungen-Einer (14 Jahre) zog mit einem zweiten Platz im Vorlauf ins Finale ein und holte sich dort hinter dem Saarburger RC den Vizetitel. Pech hatte Luca Pischem im Mädchen-Einer (13 Jahre) die gegen die spätere Vizemeisterin Lena Plötz, Mainzer RV, im Vorlauf mit der drittbesten Zeit unglücklich ausschied.
Es erwies sich als goldrichtig, dass Trainer Harald Punt im Einer der Junioren B (15/16 Jahre) um den Südwestdeutschen Titel Tim Lauer auf die Strecke schickte. Einem glasklaren Vorlaufsieg, folgte ein ebenso deutlicher Sieg im Finale. Tim Lauer siegte in einer Zeit von 3:34,90 Minuten und distanzierte seinen schärfsten Rivalen um zwei Sekunden. Inga Bergström im Juniorinnen-Einer B zeigte der Konkurrenz, dass sie als Jüngste im Feld Siegeswillen mitgebracht hatte. Nach dreiviertel der Strecke unangefochten an zweiter Stelle krebste sie bei starkem Wellenschlag, das Boot kam fast zum Stehen, die Gegnerinnen zogen vorbei und es blieb nur Platz vier. Ihr wahres Gesicht zeigten Jens Klein und Paul Schwager, trotz jüngst erlittener Verletzung, im Junioren B-Doppelzweier. Nach einem klaren Vorlaufsieg mit Bestzeit standen die Zeichen auf Sieg. Im Finale konnte lange der Mainzer RV mithalten, kam aber im Schlussspurt nicht mehr heran und die RG Speyer siegte verdient und holte Titel Nummer drei. Im Junior A-Doppelzweier (17/18 Jahre) zogen Felix Gard und Lars Bergström sowie David und Florian Gärtner über ihre Vorläufe ins Finale ein. Hier setzte sich zunächst die RG Trier an die Spitze, doch Felix Gard und Lars Bergström konterten schnell, kontrollierten das Feld dann souverän und siegten mit 1,5 Sekunden vor Trier, gefolgt vom zweiten Speyerer Boot und vom Bernkasteler RV.
Im Jungen-Doppelzweier (13/14 Jahre) ruderten Janis Wagner und Sebastian Sellinger im Finale ein beherztes Rennen und sicherten sich hinter dem Saarburger RC den Vizetitel. Im Jungen-Doppelvierer (13/14 Jahre) machten es Janis Wagner, Sebastian Sellinger, Martin Faber, Elias Dreismickenbecker und Steuerfrau Luca Pischem bis zur Zielglocke spannend, hatten dann aber zwei Zehntel Sekunden Vorsprung auf die RG Treis-Karden und ein halbe Länge auf den drittplatzierten Mainzer RV.
Überraschend musste Inga Bergström aufgrund des Ausfalls einer Creuznacher Ruderin den Juniorinnen-B-Doppelvierer ohne Steuerfrau mit Jessica Beer, Stephanie Hang und Antonia Hengst in Renngemeinschaft RV Ingelheim/Creuznacher RV/RG Speyer verstärken. Die spontan formierte Besatzung fand toll zusammen und gewann vor Treviris Trier die Südwestdeutsche Meisterschaft.
Im Junior A-Doppelvierer ohne Steuermann mit Felix Gard, Lars Bergström, David Gärtner und Tim Lauer wurde schon eine Bootsbesetzung des nächsten Jahres getestet, hierzu startete Tim Lauer bereits jetzt in der höheren Altersklasse. Dass Trainer Harald Punt sich für dieses Quartett eindeutige Siegeschancen ausrechnete, erwies sich als guter Tipp. Die im Saisonverlauf bislang härtesten Gegner, die Renngemeinschaft RG Trier/RV Treviris/Cochemer RG, die sich ihrerseits sehr siegessicher gaben, leisteten über die gesamte 500-Meter-Distanz erbitterten Widerstand, konnten den Speyerer Titel nicht verhindern. Mit sieben Zehntel behielt das Domstadt Quartett die Oberhand. Im Junior-Vierer ohne Steuermann, hier führen die Ruderer nur einen Riemen, ging das gleiche Team an den Start und war nicht zu schlagen, die Renngemeinschaft Bingen/Bernkastel/Weisenau /Traben-Trarbach und der Koblenzer RC Rhenania hatten das Nachsehen.
Bei der Nahe-Regatta über die 500 Meter konnte sich im Jungen-Einer (13 Jahre) Elias Dreismickenbecker mit einer Länge Vorsprung gegen Colim Mader, RV Treviris durchsetzen. Daniel Ronge sicherte sich im Leichtgewichts-Jungen-Einer (14 Jahre) deutlich die Siegerplakette. Im Jungen-Einer (14 Jahre) musste sich Martin Faber hinter dem RV Saarbrücken und dem Ludwigshafener RV mit Rang drei zufrieden geben. Luca Pischem ruderte im Mädchen-Einer (13 Jahre) hinter dem RV Ingelheim auf den zweiten Platz. Im Junior-Doppelzweier A setzten sich erneut Felix Gard und Lars Bergström klar vor Bernkastel durch, David und Florian Gärtner besiegten mit mehreren Längen Vorsprung den TV Treviris. Einen weiteren Sieg fügte Inga Bergström der hervorragenden Speyerer Bilanz im Juniorinnen-Einer B vor Antonia Hengst, Creuznacher RV, hinzu. In ihrer Lieblingsbootsklasse dem Junior-Zweier ohne Steuermann durften Jens Klein und Paul Schwager ihre gute Technik zeigen und siegten verdient vor Georg Schafft und Alexander Diesler vom Mainzer RV. Auch im Doppelzweier überließen die frischgebackenen Titelträger den Sieg nicht den Gegnern und hielten sowohl den GTRV als auch den  Mainzer RV auf Distanz. Tobias Kliesch und Gabriel Grigorziek landeten Im Junior-Doppelzweier B II nach gutem Rennen auf dem vierten Platz. Im Leichtgewichts-Junior-Einer B gab es für Tobias Kliesch hinter der Binger RG und Koblenz den dritten Platz.
„Mit insgesamt acht Titeln können wir zufrieden sein, dass daran alle Altersklassen beteiligt waren zeigt die Stärke der RGS im Jugendbereich“, freute sich Rainer Manfred Groß. Trainer Harald Punt blickte schon aufs nächste Wochenende und sieht dort für Felix Gard und Lars Bergström im Junior-Doppelzweier A als auch für Tim Lauer und Jens Klein im B-Bereich gute Chancen bei den Deutschen Sprintmeisterschaften es bis ins Finale zu schaffen.
 

 

Ausgabe: 
46
Jahr: 
2009