Gute Platzierungen beim Bundeswettbewerb im Rudern
von Dr. Harald Schwager
Auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim, München fand der Bundeswettbewerb für die 12-14-jährigen Ruderinnen und Ruderer unter dem Motto „Vom Kind zum Olympioniken“ statt. An insgesamt drei Wettkampftagen durften sich auch die Speyerer Ruderer beim Bundeswettbewerb messen: zunächst auf der Langstrecke über 3.000 Meter die auch zur Qualifikation für die Bundesregatta diente, einem allgemeinathletischem Zusatzwettbewerb und der abschließenden Bundesregatta über 1.000 Meter.
Gestartet wurde die Langstrecke zunächst bei strahlendem Sonnenschein und besten äußeren Bedingungen mit leichtem Wind. Das Bild der Trainer, so auch Rainer Groß und Ernst Straube von der RG Speyer, die entlang der Regattabahn, zum Teil auf Fahrrädern, ihre Schützlinge zahlreich begleiteten und lautstark anfeuerten, erinnerte an die jährlichen Weltcup-Rennen auf der Olympia-Strecke. Im Laufe der Mittagszeit musste die Regatta für gut zwei Stunden unterbrochen werden, da innerhalb kürzester Zeit ein Gewitter aufzog und bei heftigem Wind bis zu 100 Liter pro Quadratmeter Regen fielen. Nach zwei Stunden Pausen gingen alle Rennen in verkürzten Zeitabständen über die Strecke.
Als erster Speyerer ging Janis Wagner im Jungen-Einer, Jahrgang ´96, auf die 3000-Meter-Langstrecke und qualifizierte sich in 14:06 Minuten, der zehntbesten Zeit von 22 Startern, für das B-Finale. Bei den gleichaltrigen Mädchen waren 18 Boote am Start und Luca Pischem gelang in 14:38 Minuten ein toller Lauf mit dem sie sich als fünftbeste für das Große Finale qualifizierte. Sebastian Sellinger holte sich im 25 Boote-Feld im Jungen-Einer, Jahrgang ´95, in einer Zeit von 13:14 Minuten und Platz 12 die Startberechtigung für das C-Finale. Ihm gleich taten es Elias Dreismickenbecker und Martin Faber im Jungen-Doppelzweier, 13-14 Jahre, 12:56 Minuten bedeuteten am Ende Rang 15 von 22 Startern und die Qualifikation für das C-Finale.
Im B-Finale des Jungen-Einers über die 1000-Meter-Distanz zeigte sich Janis Wagner gewohnt kämpferisch und blieb lange an den führenden Booten dran, um dann als viertes Boot in 4:11,61 Minuten die Zielglocke zu hören und unter die Top10 bundesweit gerudert zu sein. Das C-Finale des Jungen-Einers mit Sebastian Sellinger sah ein lange Zeit dichtes Feld, das am Ende Tim Schelske vom RC Magdeburg anführte. Nur um eine Sekunde von Felix Hund, Wurzener RV, geschlagen wurde der Speyerer Sebastian Sellinger drittes Boot. Im C-Finale Jungen-Doppelzweier, 13-14 Jahre, kamen Elias Dreismickenbecker und Martin Faber in 4:02,65 Minuten auf den fünften Platz. Spannung bei den Speyerern gab es dann beim Start von Luca Pischem im Mädchen-Einer, die überraschend den Sprung ins Große Finale geschafft hatte. Lena Dankel vom RC Magdeburg und Tina Christmann vom Mühlheimer RV wurden schnell ihrer Favoritenrolle gerecht, hatten sie doch deutlich die Bestzeiten über 3000-Meter gerudert, und machten Gold und Silber unter sich aus. Luca Pischem kämpfte Lea Reschke, RV Leipzig und Veronika Mohr vom Ratzeburger RC nieder, konnte aber ihre Widersacherin Silke Mohr aus Ingelheim nicht bezwingen und wurde letztlich für ihren Einsatz mit dem vierten Platz belohnt.
„Wir hatten, trotz der vielen Gewitter, jederzeit gute Stimmung im Team, einen super Teamgeist und freuen uns riesig über den vierten Platz von Luca Pischem,“ zog Trainer Rainer Groß ein positives Fazit.