von Dr. Harald Schwager
Der Deutsche Ruderverband (DRV) hatte die aussichtsreichsten Nachwuchsruderer zu einem Trainingslager nach Racice, Tschechien, verbunden mit der Internationalen Regatta in Trebon eingeladen, um die Auswahl für Mannschaften zum Baltic Cup 2009 in Arungen, Norwegen, zu nominieren. Mit dabei war Tim Lauer von der RGS, der die Bundestrainer mit seinen konstanten Leistungen im vergangenen und diesem Jahr überzeugte.
Medaillenränge bei den Jugendmeisterschaften und der Gewinn der beiden deutschen Sprintmeistertitel im Jahr 2008, stets starke Ruderergometerleistungen, als auch kontinuierlich sehr gute Platzierungen bei Prüfungsregatten des DRV mit dem Höhepunkt des Gewinns der Bronzemedaille im Junior-Einer in diesem Jahr verhalfen Tim Lauer, Mitglied der Mannschaft des Jahres, zum Sprung in den Kader. Im fünftägigen Trainingslager in Racice wurde besonderes Augenmerk auf die Großboote Doppelvierer und Vierer ohne Steuermann gelegt. Mit den gezeigten Trainingslagerleistungen gelang Tim Lauer nicht nur der Sprung in den Doppelvierer ohne Steuermann, sondern auch auf den Platz des Schlagmanns. Mit Stefan Riemekasten, Rotation Berlin, seinem härtesten Widersacher und Silbermedaillengewinner bei den Jugendmeisterschaften im Junior B-Einer, Dominik Drüke, TVK Essen, und Luca Haible, Flörsheimer RV wurde der Doppelvierer komplettiert.
Bei der Treboner Sommerregatta zeigte das Quartett gleich, dass es schnell zusammengefunden hatte und schon harmoniert. Im vollen Sechs-Boote-Feld mit den Hauptgegnern, den Nationalteams aus Tschechien und Kroatien, setzte sich der deutsche Doppelvierer schnell an die Spitze des Feldes und baute den Vorsprung, der im Ziel dann mehr als vier Längen betrug, Schlag um Schlag aus. Am zweiten Tag zeigte sich das Quartett Tschechiens stark verbessert, konnte das Quartett um Tim Lauer dennoch nicht halten. Fünf Sekunden Vorsprung, lautete das Ergebnis im zweiten Rennen. Mit der Nominierung in der Tasche fährt Tim Lauer nun Mitte September in ein Trainingslager des DRV in Essen und Ende September als Schlagmann des Doppelvierers zum Baltic Cup nach Arungen in Norwegen.
„Natürlich freuen wir uns über die beiden Siege von Tim Lauer, aber noch mehr über die Chance sich in Skandinavien beim Baltic Cup über eine sehr gute Leistung für den Nationalkader zu empfehlen. Der vor Tim Lauer liegende Sprung vom Junior B (15/16 Jahre) in die A-Klasse (17/18 Jahre) im Jahr 2010 bedeutet nochmals mehr Training,“ blickte Heimtrainer Harald Punt gleich nach vorn.