Junioren-Regatta in Köln am 23. / 24. Mai 2009

Freude und Unglück nah beisammen

von Dr. Harald Schwager
 
Für unsere Juniorinnen und Junioren der Rennrudergruppe um Trainer Harald Punt lagen Freude und Unglück bei der Kölner Junioren-Regatta auf dem Fühlinger See, dem vorletzten Großtest des Deutschen Ruderverbandes vor den Deutschen Jugendmeisterschaften sehr nah beisammen.
„Zunächst musste ich Inga Bergström und Marlene Gard sowohl im Doppelzweier als auch –vierer mit Steuerfrau der Juniorinnen B (15/16 Jahre) abmelden, da sich Inga so stark verletzt hatte, dass an eine Rennteilnahme nicht zu denken war“, zeigte sich Trainer Harald Punt vor den ersten Rennen zerknirscht.
So griffen Jens Klein, Tim Lauer und Paul Schwager im Vierer-ohne-Steuermann der Junioren B in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris Trier mit Johannes Loch als erstes Boot ins Renngeschehen über die 1500-Meter-Distanz ein. Vom Start weg war klar, dass die Spandauer RC Friesen/Berliner RK Brandenburgia am schwersten zu schlagen seien. Bis zur 1000-Meter-Marke hatte sich das Domstadt-Trio mit Trierer Verstärkung einen kleinen Vorsprung erarbeitet, der dann jedoch auf dem letzten Streckendrittel zusammenschmolz und am Ende der zweite Platz mit mehreren Längen Vorsprung auf die folgenden Boote vom RV Ems-Jade-Weser und RC Tegel Berlin/RV Berlin heraussprang. Tim Lauer zeigte dann im Junior-Einer B, dass in dieser Klasse mit ihm zu rechnen ist. Tim Lauer setzte sich schnell an die Spitze des 6-Boote-Feldes, zunächst noch bedrängt von Aaron Linden, Neusser RV, der dann auch abreißen lassen musste und Tim Lauer einen Sieg mit acht Sekunden Vorsprung einfuhr und sich damit für den ersten gesetzten Lauf (sechs zeitschnellste Ruderer) am zweiten Regattatag qualifizierte. Sein Partner Johannes Loch qualifizierte sich mit einem zweiten Platz hinter Favorit Stefan Riemekasten, Rotation Berlin, für den zweiten gesetzten Lauf. Im Junior B-Zweier ohne Steuermann wollten sich auch Paul Schwager und Jens Klein für den gesetzten Lauf der Zeitschnellsten qualifizieren. Dies gelang den beiden trotz zweier technischer Fehler mit Bravour. Lange kämpften Paul Schwager und Jens Klein mit der Renngemeinschaft RC Aschaffenburg/Passauer RV um die Spitze, konnten dann aber nicht mehr gegenhalten und wurden zweites Boot und hatten sich für das gesetzte Rennen qualifiziert. Doch das Unglück nahm seinen Lauf und setzte Jens Klein über Nacht mit einer Infektion außer Gefecht, sodass Trainer Harald Punt nach Konsultation mit dem Regattaarzt die beiden Speyerer aus dem Rennen nehmen musste. „Das wäre eine echte Standortbestimmung gegen die besten Zweier-ohne-Mannschaften geworden, dennoch haben wir aus den Rennverläufen viel gelernt,“ sah Harald Punt noch die positiven Seiten der Absage.
Die echte Standortbestimmung bekam dann Tim Lauer im gesetzten Lauf der Junior-B-Einer. Obwohl nicht ganz fit, hielt Tim Lauer im vollen Feld gut mit und kämpfte sich mit einem tollen Spurt am Ende noch mit fast einer Länge Vorsprung auf den dritten Platz hinter Stefan Riemekasten, Rotation Berlin, und Ruben Steinhardt, Allgemeiner Alster-Club. Partner Johannes Loch vom RV Treviris Trier zeigte im zweiten gesetzten Lauf was er kann und erspurtete sich auf den letzten Metern den Sieg mit einer knappen Sekunde Vorsprung.
„Da geht noch was,“ zeigte sich Harald Punt von den Leistungen von Tim Lauer auf dem Weg zu den Deutschen Jugendmeisterschaften angetan.
Ausgabe: 
25
Jahr: 
2009